Das dynamische China wird zum bedeutendsten Markt des Unternehmens

Großer Player, große Chancen

Die meisten Einwohner auf der Welt, als Volkswirtschaft die Nummer zwei, Billionen auf der hohen Kante, zahlreiche neue Millionenstädte – Chinas Dimensionen machen atemlos. Nicht minder das imposante Wachstum, das nun sogar einiges umweltfreundlicher werden soll: Peking setzt unter anderem stärker auf erneuerbare Energien und die Entwicklung neuer Materialien. Das bietet einem Werkstoffhersteller wie Bayer MaterialScience viele interessante neue Chancen. Die Antwort des Unternehmens ist ein großes neues Investitionsprogramm.


Das neue Shanghai Technical Center mit einer Fassade aus Makrolon®-Platten: sichtbares Zeichen für das Engagement von Bayer im chinesischen Markt.

Der rasante Aufstieg Asiens, das Verhältnis zu den etablierten Industrienationen, die sich abzeichnende multipolare Weltordnung – damit befassen sich etliche Diskussionszirkel und Zukunftsforscher.

Doch Fakt ist bereits jetzt: In vielen Wirtschaftsbereichen gibt Exportweltmeister China inzwischen den Ton an. Beispiel Autoindustrie: Das Land hat sich binnen Kurzem zum größten Fahrzeugmarkt der Welt aufgeschwungen, sowohl bei den Absatzzahlen als auch in Sachen Produktion.

Gleichzeitig packt China das Trendthema Elektromobilität an, das im Rahmen des neuen Fünfjahresplans finanziell intensiv gefördert wird.

Autos mit Batterieantrieb: Hier kommt es besonders auf Leichtbau an – und damit auf die richtigen Materialien. Außerordentlich geeignet ist dafür der Hightech-Kunststoff Polycarbonat, der unter anderem das schwerere Glas im Wagen ersetzen kann.

Bereits jetzt werden rund 60 Prozent dieses Materials im asiatisch-pazifischen Raum hergestellt, wobei die größte Nachfrage aus China kommt. Klare Gründe für Bayer MaterialScience als weltgrößter Polycarbonat-Produzent, sein Engagement am Standort Shanghai weiter zu verstärken.

Erheblicher Kapazitäts-Ausbau

In den Außenbezirken der Metropole unterhält das Unternehmen einen seiner größten Produktionsstandorte, der bis Ende 2012 mit Investitionen von über zwei Milliarden Euro unterstützt wird. Dieser Maßnahme folgt ein weiteres Investitionsprogramm von rund einer Milliarde Euro in den kommenden Jahren. In diesem Zuge soll die Produktionskapazität für Polycarbonat um 300.000 Tonnen auf 500.000 Tonnen pro Jahr erweitert werden.

Doch Bayer MaterialScience wird auch das Produktionsvermögen für andere Rohstoffe am Standort Shanghai erweitern . Einer davon ist MDI, aus dem sich unter anderem Schaumstoff zur klimaschonenden Wärmedämmung fertigen lässt. Hier ist eine Kapazitäts-Verdoppelung auf eine Million Jahrestonnen geplant. Damit setzt das Unternehmen einen neuen Maßstab in der Branche.

Die Maßnahmen stehen im Einklang mit den Wachstumsraten des chinesischen Markts, die in den nächsten Jahren zweistellig ausfallen dürften. „Das starke Wirtschaftswachstum in China wie in der gesamten Region bietet uns herausragende Chancen, die wir bestmöglich nutzen wollen“, erläutert Patrick Thomas, der Vorstandsvorsitzende von Bayer MaterialScience.

Die Region Greater China wird im Jahr 2015 voraussichtlich der dominante Markt für das Unternehmen sein – mit Umsätzen, die binnen von fünf Jahren von 1,8 Milliarden auf drei  Milliarden Euro ansteigen dürften; ein jährlicher Zuwachs von durchschnittlich elf Prozent.

Da ist es nur logisch, dass auch gleich das Hauptquartier der Business Unit Polycarbonates von Leverkusen nach Shanghai  umgezogen ist. Und dass Bayer MaterialScience die Forschung vor Ort intensiviert. Zu den Schwerpunkten dabei zählen auch Wind- und Solarenergie – ganz im Sinne des neuen umweltgerechten Kurses.

STANDORTE & KONTAKTE